#KURZERKLÄRT

Zusatzmaterial DigitalWorkStory

DigitalSchoolStory und RWTH Aachen tun sich zusammen, um berufsbezogene Sprachförderung zu stärken. 

Ergänzungen zum Material von DigitalSchoolStory

1.0 Einstieg in das Projekt

2.0 Recherche

3.1 Das Storytelling
6.2 Das Speeddating

#KURZERKLÄRT

1.0 Einstieg in das Projekt - so gehst du vor

Klarheit und Lust auf das Projekt: Hier geht es um Videos, Themen, unser Sprachförderkonzept und einen gelungenen Start.

So gehst du vor

Im ersten Schritt geht es darum, die Schüler und Schülerinnen neugierig zu machen. Das Lehrervideo zu erstellen ist ein muss, denn es motiviert und zeigt, dass du dich getraut hast, auch selbst vor die Kamera zu treten. So hast du eine erste Idee, was es bedeutet, ein Storyboard zu erstellen, Aufnahme- und Schnitt-Technik zu nutzen. Das Video wird die Schüler und Schülerinnen motivieren und das erleichtert den Projektstart.
Wie sehen also die Kommunikationssituationen in deinem Arbeitsalltag aus? Wo erkennst du Herausforderungen für die Schülerinnen und Schüler im Bereich des angemessenen Sprachgebrauchs? Hier darfst du gerne kreativ werden und mit verschiedenen Registern (wie bspw. Alltagssprache, Jugendsprache oder Fachsprache) spielen – dadurch wird das Projekt greifbar und lebendig!

Unser Tipp: Nutze die Erklärvideos unserer Creators aus dem Standardmaterial, denn sie geben einen guten Überblick und können auch als Beispiele für die eigenen Videos nützlich sein. 

Er sollte nicht länger als 60 Sekunden sein, besser weniger. Beschränke dich auf das Wesentliche, die Aufmerksamkeit schwindet in der Regel schon nach 20 Sekunden.

Einstieg in das Projekt DigitalWorkStory

Einstieg in das Projekt DigitalWorkStory

Ziel von „DigitalWorkStory“ ist es, die Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, ihren Sprachgebrauch innerhalb ihrer Ausbildung je nach Situation und Gesprächspartner:in angemessen zu gestalten.

Der Grundgedanke von „DigitalWorkStory“ ist, dass Sprache und Kommunikation sowohl an dem Gelingen der beruflichen Ausbildung wie auch an der positiven und nachhaltigen Integration in den Betrieb maßgeblich beteiligt sind. Sprachlich-kommunikative Kompetenzen sind also als zentrale Schlüssel für eine erfolgreiche Ausbildung anzusehen!

Im Rahmen von „DigitalWorkStory“ geht es darum, die sprachlichen Strukturen und Herausforderungen in den Blick zu nehmen, denen die Auszubildenden tatsächlich während ihres Ausbildungsalltags in Schule und Betrieb begegnen. Es sollen also keine Grammatikkonstruktionen oder Textsorten fokussiert werden, die für die Lernenden in ihrem Alltag keine Relevanz besitzen, sondern die Strukturen, denen sie tatsächlich begegnen. Durch das eigenständige Recherchieren von möglichen Themen und dem Erstellen des Videos sollen die Lernenden darin unterstützt werden, über ihren eigenen Sprachgebrauch im Ausbildungsalltag zu reflektieren, sich mit dem Aspekt der Angemessenheit auseinanderzusetzen und sich über die Herausforderungen bewusst zu werden, die innerhalb von Kommunikationssituationen entstehen können.

Weitere Infos zu den Hintergründen des Sprachförderkonzepts von DWS findest du hier. Einen Einstiegsimpuls, der bei der Bewusstwerdung von verschiedenen sprachlichen Registern helfen kann und der gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern im Unterricht umgesetzt werden kann, findest du hier. (unter hier „Warm-up“ Sprachregister verlinken)

Er sollte nicht länger als 60 Sekunden sein, besser weniger. Beschränke dich auf das Wesentliche, die Aufmerksamkeit schwindet in der Regel schon nach 20 Sekundenu

Ein sicherer Lernraum

Nachdem die ersten Fragen geklärt sind, ist es wichtig, einen sicheren Raum für die freie Entfaltung und das Ausprobieren zu schaffen. Es geht um das gemeinsame Reflektieren von Kommunikationssituationen in der Ausbildung und um das Bewusstwerden von Herausforderungen, nicht um Bewertung, daher ist ein sicherer Lernraum besonders wichtig. Dazu sollten alle gemeinsam einige Verhaltensregeln aufstellen und in einer Vereinbarung festhalten. Hilfreich sind hier die motivierende Worte eines Creators (siehe Standardmaterial).

Wer macht was?

Themen festlegen und Gruppen einteilen

Am Ende des ersten Schritts sollten die Themen klar und die Gruppen eingeteilt sein. Wie können die Schülerinnen und Schüler bei der Themenfindung unterstützt werden? Besonders bei der Reflexion von Kommunikationssituationen, dem eigenen Sprachgebrauch oder auch den entsprechenden Anforderungen ist es manchmal nicht leicht, einen Anfang zu finden und einen Themenbereich zu konkretisieren. Wir machen uns im Alltag meist nur selten bewusst darüber Gedanken, wie und warum wir uns in verschiedenen Situationen ausdrücken und ob das angemessen an die jeweilige Situation oder Person war. Du kannst deine Schülerinnen und Schüler mit einem Beobachtungsbogen unterstützen, auf dem sie die Kommunikationssituationen und Anforderungen notieren können, denen sie in ihrem Alltag begegnen und die sie als relevant erachten.

Idealerweise tragen die Schülerinnen und Schüler hier über 1-2 Tage (im Betrieb wie auch in der Schule) hinweg ihre Beobachtungen als Notizen ein und werden so dafür sensibilisiert, was sie sprachlich-kommunikativ alles meistern müssen. So entsteht eine Auswahl an möglichen Themenfeldern, zu denen die Videos entstehen können!

Die Schüler und Schülerinnen erkennen, dass die Methode „DigitalWorkStory“ einen ganz anderen Zugang zu Sprache und Kommunikation bietet. Hier dürfen sie ganz nach ihren Ideen und individuellen Bedürfnissen einen Bereich vertiefen. Die Möglichkeiten der Gestaltung und der Präsentation sollten sie zusätzlich motivieren.

Unser Tipp: Auch als Lehrperson darfst du dich auf diesen neuen Zugang einlassen. Bestärke die SuS darin, dass sie den Stoff hier zu ihrem eigenen Projekt machen dürfen!

Alles agil: Nicht nur für die Organisation des Projekts

Die agilen Methoden bieten eine Möglichkeit, den eigenen Entwicklungsprozess zu strukturieren und sichtbar zu machen. Zusätzlich bietet die Methode einen Raum für die schrittweise Entwicklung des Video-Produkts und der Reflexion über das eigene Vorgehen und Lernen. Der erste Schritt ist hier das Kanban-Bord, mit dem über den gesamten Zeitraum des Projekts gearbeitet wird. 

Unser Tipp: Überleg dir, wie du die Methode am besten erklärst – wir stellen dir auch hier ein Erklärvideo zur Verfügung. 

Was für dich jetzt besonders wichtig ist:

  • Mach das Lehrervideo (siehe DSS Material 1.1), denn damit hast du einen Eindruck, was auf die Klasse zukommt und du hast einen tollen Einstieg ins Projekt. 
  • Die Schülerinnen und Schüler sollten sich vor der Recherche intensiv mit den Kommunikationssituationen in ihrem Ausbildungsalltag beschäftigen, den Beobachtungsbogen mit Reflexionsaufgaben findest du hier.
  • Wenn du noch Unklarheiten hast, was Storytelling (siehe DSS Material 3.1) eigentlich ist, gibt es hier wertvolle Impulse für dich.
  • Eine Vorlage für das Kanban-Board findest du hier.
  • Die Anleitung zum Kanban-Board (1.4) kannst du deiner Klasse auch als in Video-Form geben.

#KURZERKLÄRT

2.0 Recherche

#Tipps

Was habe ich, was weiß ich schon, was brauche ich?

Die Schüler und Schülerinnen haben jetzt auf Basis ihres Beobachtungsbogens einen Themenbereich ausgewählt und sicher auch schon grobe Ideen, wie sie es umsetzen wollen.

Beispielhafte Themenbereiche sind:

  • Was ist wichtig, damit Arbeitsanweisungen korrekt verstanden werden?
  • Wie stelle ich Nachfragen im Betrieb?
  • Worauf muss ich achten, wenn es im Betrieb hektisch und stressig zugeht?
  • Wie spreche ich Kundinnen und Kunden angemessen an?

Ein erster Schritt ist Sortieren:

Was brauchen wir jetzt (noch) und wo bekommen wir es her? Besprecht gemeinsam auf Basis des bearbeiteten Beobachtungsbogens welche Art von Kommunikationssituation als Basis für das Storytelling in den Blick genommen werden sollen und welche Herausforderungen die Schülerinnen und Schüler damit verknüpfen.

Dies kann ganz individuell sein – während es manchen schwerfallen kann, den richtigen Moment für inhaltliche Nachfragen im Arbeitsalltag abzupassen, haben wieder andere Schwierigkeiten damit, mündlich ihre Arbeitsergebnisse dem Chef zu präsentieren oder den angemessenen Ton in einem Meeting zu treffen. Insbesondere die Verwendung von verschiedenen sprachlichen Registern (Wann drücke ich mich formell aus und wann kann ich mich umgangssprachlich ausdrücken?) im Ausbildungsalltag kann herausfordernd sein. Die Videos bieten eine gute und kreative Gelegenheit, sich darüber bewusst zu werden und gezielt über den jeweils angemessenen Sprachgebrauch zu reflektieren und dies in einem kreativen Video zu vermitteln. Inspiration und Information finden die Schüler:innen möglicherweise auch auf TikTok.

Unser Tipp: Zu viele Vorgaben schränken ein, daher lass die Schüler und Schülerinnen erstmal machen. Wenn Probleme auftauchen, kannst du immer noch eingreifen! 

Fokus auf das gemeinsame Projekt und auf das Thema

Es kann vorkommen, dass die Schüler:innen überfordert sind, wenn sie zu viele Informationen finden und nicht wissen, wie sie das Thema fokussieren sollen. Hier helfen eine enge Begleitung und gezielte Fragen: Was ist wichtig, was nicht? Möglicherweise müssen Themen noch mal nachgeschärft oder kleiner gemacht werden. 

Es kann helfen, die Schüler:innen noch mal auf das gemeinsame Projekt einzuschwören: „Hey, wir wollen doch gemeinsam etwas erschaffen!“ Dadurch vermeidest du Ablenkungen, Überforderung und Frust. 

#Der Abschluss der Recherche

Das Factsheet

Zum Abschluss der Recherche fängt jede Gruppe an das sogenannte Factsheet zu erstellen. Es dient dazu alle Schüler:innen auf den gleichen Wissensstand zu bringen und wird nach der Präsentation des Videos verteilt.

Es ist sozusagen der Hefteintrag und enthält folgende Dinge.

  1. Das Thema und eine Kurzbeschreibung – um welche Art von Kommunikationssituation geht es im Video?
  2. Eine Auflistung der gefundenen, relevanten Aspekte – um welche Anforderungen aus dem Bereich von Sprache und Kommunikation geht es?
  3. Ein kurzes Fazit, welches auch die Basis für die Storyline bildet.
  4. Hinweise zu den Informationsquellen.
  5. Und Zusätzlich alle notwendigen Nachweise der Bild- und Tonquellen und deren Lizenz.

#KURZERKLÄRT

3.1 Das Storytelling

Tipp Storyline

Sprachliche Register nutzen

TikTok-Inhalte, die von Schüler:innen für Schüler:innen erstellt werden, sollten nicht nur authentisch sein, sondern auch in Sprache und Stil der Zielgruppe gefallen. Videos kommen bei den Zuschauer:innen besser an, wenn sie die Perspektive der Zielgruppe direkt widerspiegeln.

Da der Gebrauch von verschiedenen Registern zu den zentralen sprachlich-kommunikativen Anforderungen im Ausbildungsalltag gehört, darf in den Videos natürlich gerne auch mit diesen verschiedenen sprachlichen Registern kreativ gespielt werden. 

#KURZERKLÄRT

6.2 Das Speeddating

Impuls zur Sprache

Impuls nach dem Speeddating

Worte wirken: Wie du mit deiner Sprache die digitale Arbeitswelt gestaltest

  1. Sprache als Werkzeug der Gestaltung
    Sprache ist nicht nur ein Mittel zum Zweck, sondern ein aktives Gestaltungselement. Wie wir über Projekte, Kollegen oder Herausforderungen sprechen, beeinflusst maßgeblich unsere Einstellung und das Ergebnis unserer Arbeit.

  2. Bewusstsein im digitalen Raum
    Besonders in der digitalen Kommunikation (E-Mails, Chats, Video-Calls) gehen Nuancen wie Mimik und Gestik oft verloren. Der Impuls betont daher:

    1. Präzision: Die Notwendigkeit, klar und unmissverständlich zu formulieren.
    2. Wertschätzung: Dass Empathie und ein respektvoller Tonfall online noch bewusster eingesetzt werden müssen, um Missverständnisse zu vermeiden.

  3. Mindset-Wandel durch Wortwahl
    Durch eine Veränderung des Vokabulars kann ein Kulturwandel angestoßen werden. Statt in Problemen zu sprechen, hilft eine lösungsorientierte Sprache dabei, Innovation und Motivation im Team zu fördern.

Pressekontakt

Ich möchte das Projekt an meine Schule holen.

Die erste Kontaktaufnahme zur Abstimmung von Details erfolgt per E-Mail.

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Die erste Kontaktaufnahme zur Abstimmung von Details erfolgt per E-Mail.

Informationsmaterial Lehrer:innen

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